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Technik

Pixel Pitch erklärt: Welche LED-Wand für Ihren Messestand?

P2.6, P2.9 oder P3.9? Was der Pixel Pitch bedeutet, wie er mit Betrachtungsabstand und Auflösung zusammenhängt und wie Sie Inhalte vorbereiten, die auf Ihrer LED-Wand scharf aussehen.

Veröffentlicht am · 6 Min. Lesezeit

Wenn Sie eine LED-Wand mieten, beginnt das Datenblatt mit einem Kürzel wie P2.6, P2.9 oder P3.9. Diese Zahl – der Pixel Pitch – entscheidet darüber, wie scharf Ihr Stand für die Menschen davor aussieht.

Was der Pixel Pitch bedeutet

Der Pixel Pitch ist der Abstand in Millimetern zwischen den Mittelpunkten zweier benachbarter LED-Pixel. P2.6 bedeutet 2,6 mm. Je kleiner der Pitch, desto mehr Pixel pro Quadratmeter und desto schärfer das Bild aus kurzer Entfernung.

Die Faustregel zum Betrachtungsabstand

Auf Messeständen bewährt sich eine einfache Regel: Der minimale angenehme Betrachtungsabstand in Metern entspricht ungefähr dem Pitch in Millimetern. Ist man näher dran, beginnt das Auge, einzelne Pixel zu erkennen.

PitchAngenehm abIdeal für
P2.6~2,5 mStände, an denen Besucher nah an der Wand stehen
P2.9~3 mDie meisten Standrückwände
P3.9~4 mBühnen, große Hallen, Eingänge

Überlegen Sie, wo Besucher tatsächlich stehen bleiben: am Demo-Counter, im Gang, auf den Plätzen vor einer Bühne. Liegt der nächste Punkt drei Meter entfernt, ist P2.9 ideal – ein feinerer Pitch würde mehr kosten, ohne sichtbaren Mehrwert.

Pitch und Auflösung

Unsere LED-Wände bestehen aus Modulen mit 50×50 cm. Der Pitch bestimmt, wie viele Pixel jedes Modul enthält – und damit die Auflösung der gesamten Wand:

PitchPixel pro ModulWand 3×2 mWand 4×2,5 m
P2.6192 × 1921152 × 7681536 × 960
P2.9168 × 1681008 × 6721344 × 840
P3.9128 × 128768 × 5121024 × 640

Eine LED-Wand entspricht selten einem Standardformat wie 1920 × 1080. Das ist normal – der Videoprozessor skaliert das Signal –, doch Inhalte in der nativen Auflösung der Wand sehen immer am besten aus.

Auch die Helligkeit zählt

Der Pitch steht für Schärfe, die Helligkeit für Lesbarkeit. Indoor-Wände liefern rund 1.500 Nits, genug für hell beleuchtete Hallen. Außenbereiche benötigen bis zu 5.000 Nits, um bei Tageslicht lesbar zu bleiben.

So bereiten Sie Ihre Inhalte vor

  1. Fragen Sie nach der nativen Auflösung Ihrer Konfiguration und gestalten Sie exakt in dieser Größe.
  2. Exportieren Sie als MP4 (H.264) mit 25, 30 oder 50 fps und vermeiden Sie ungewöhnliche Codecs.
  3. Setzen Sie auf große, kontrastreiche Schrift. Als Richtwert sollten Buchstaben auf P3.9 mindestens 30–40 Pixel hoch sein.
  4. Vermeiden Sie dünne Linien und feine Muster, die auf LED flimmern können.
  5. Nutzen Sie dunkle Hintergründe. LEDs erzeugen tiefe Schwarztöne und leuchtende Farben – ideal für Motion Graphics und Markenfilme.
  6. Testen Sie vor der Messe. Beim Aufbau prüfen wir Ihre Dateien und passen Skalierung und Farben vor Ort an.

Kurz gesagt

Wählen Sie den Pitch nach dem Betrachtungsabstand, nicht nach dem Datenblatt. Für die meisten Stände ist P2.9 die richtige Balance; P2.6, wenn Besucher sehr nah stehen, und P3.9 für Bühnen und große Flächen.

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